









Am heutigen Samstagmittag standen sich der VfB Stuttgart sowie Borussia Dortmund gegenüber. Die Partie verfolgten 55000 Zuschauer. Borussia Dortmund hat seine Talfahrt gestoppt und die Siegesserie des VfB beendet: Die kriselnden Westfalen gewannen beim Deutschen Meister verdient mit 2:1 (1:1).
VfB-Innenverteidiger Matthieu Delpierre per Eigentor (11.) und Mladen Petric (79.) sorgten für den ersten Dortmunder Dreier seit dem 5. Oktober und zuletzt fünf sieglosen Spielen in der Fussball-Bundesliga. Die enttäuschenden Schwaben kassierten dagegen nach zuletzt vier Erfolgen die erste Niederlage. Der zwischenzeitliche Ausgleich durch Kapitän Fernando Meira (35.) war vor 55000 Zuschauern im ausverkauftem Daimler-Stadion zu wenig.
Dortmund wirkte trotz der prekären Tabellensituation und einer Hand voll verletzter bzw. gesperrter Spieler keinesfalls angeschlagen und nahm von Beginn an das Heft in die Hand. Mit konsequentem Forechecking ließen die Westfalen den Schwaben keinen Raum zur Entfaltung und bestimmten die erste halbe Stunde lang klar das Geschehen. Die Stuttgarter konnten dagegen nicht an ihre zuletzt gezeigten guten Leistungen anknüpfen und leisteten sich viele Abspielfehler.
So war die frühe Gästeführung nach einem Eigentor von VfB-Innenverteidiger Matthieu Delpierre (11.) auch voll verdient. Nach einer scharfen Hereingabe von Dede ließ Schlussmann Raphael Schäfer den Ball abprallen, der dann dem Franzosen an den Körper und von dort ins Tor sprang. Nur 60 Sekunden später machte der Keeper seinen schweren Fehler halbwegs wett, als er allein gegen Mladen Petric bravourös per Fussabwehr das 0:2 verhinderte. Pavel Pardo wäre dann beinahe das zweite VfB-Eigentor passiert, aber Schäfer war erneut zur Stelle (31.).
Nach gut einer halben Stunde kam der VfB dann besser ins Spiel. Bei einem Schuss von Ciprian Marica konnte Torhüter Roman Weidenfeller noch reaktionsschnell den Ausgleich vereiteln (34.). Beim Kopfball von Fernando Meira nach der anschließenden Ecke war er allerdings machtlos. Nach einem harten Volleyschuss von Thomas Hitzlsperger (39.) reagierte Weidenfeller erneut glänzend und verhinderte das 1:2. Trotz der Steigerung war das Unentschieden zur Pause schmeichelhaft für die Schwaben.
Die Stuttgarter starteten nach dem Seitenwechsel mit etwas mehr Schwung. Sie agierten zunächst zielstrebiger und kombinierten besser. Erneut Weidenfeller gegen Marica und Robert Kovac kurz vor der Linie bei Hitzlspergers Nachschuss (55.) retteten das Remis. Wenig später klärte Schäfer nach einem BVB-Konter wieder gegen Petric (58.). Der Tabellen-13. beschränkte sich keineswegs auf die Defensive und brachte den Champions-League-Teilnehmer immer wieder in Bedrängnis. Petric veredelte schließlich mit seinem 7.-Saisontor den gelungenen "Betriebsausflug" der Schwarz-Gelben.
Am 10.08.2007 stand der Saison-Auftakt im Gottlieb-Daimler-Stadion auf dem Programm. Es trafen vor 57500 Zuschauern der VfB Stuttgart gegen FC Schalke aufeinander.
Die beiden Mannschaften trennten sich leistungsgerecht mit 2:2. "Ich kann mit dem Unentschieden ganz gut leben. Beide Mannschaften werden am Ende wieder oben stehen", sagte Meistertrainer Armin Veh nach dem munteren Eröffnungsspiel, das zugleich Visitenkarte des deutschen Fussballs in 160 übertragenden Ländern war. Angesichts vieler Verletzter und einer holprigen Saison-Vorbereitung hatte Armin Veh zuvor geunkt, der VfB müsse sich zu Saisonbeginn erst einmal "durchwurschteln".
Das breite Lächeln von Mirko Slomka war zum einen Resultat der aufpolierten Statistik - immerhin kehrten die Königsblauen erstmals seit acht Jahren wieder mit einem Punkt aus Stuttgart zurück und trafen im ausverkauften Daimlerstadion nach vier erfolglosen Auftritten auch wieder einmal das Tor. Der Teilerfolg bewahrte Slomka auch vor allzu unliebsamen Fragen. Beispielsweise die, warum er den starken Mesut Özil in der Halbzeitpause durch Jermaine Jones ersetzte und Neuzugang und Lincoln-Nachfolger Rakitic weiter auf der Bank schmoren ließ.
Nach der überraschenden Schalker Führung durch Lewan Kobiaschwili (25.) traf Sami Khedira in bester Gerd-Müller-Manier trotz eines versprungenen Balls zum Ausgleich (63.). Nur vier Minuten später brachte Schalkes Torhüter Manuel Neuer den agilen Ciprian Marica zu Fall. Pavel Pardo verwandelte den fälligen Elfer souverän.
Doch dann sorgte eine kuriose Szene für Konfusion auf und neben dem Spielfeld. Die Anzeigetafel des vierten Schiris zeigte den Wechsel von Ewerthon für VfB-Mittelmann Antonio da Silva an. Diese offensive Personalie war vom Trainerstab vor dem 2:1 beschlossen worden. Coach Veh bekam einen Wutanfall und stoppte den Wechsel. In die Verwirrung hinein traf Rakitic zum 2:2 (76.).